
Erwartungen
Klientinnen einer Kartenlegerin wünschen sich ein Happy End — dumm nur, wenn die Karten das nicht hergeben. Über die größte Herausforderung meines Berufs.

Als Kartenlegerin übersetze ich, was die weise Innere Stimme meiner Klientinnen ihnen sagen möchte. Das ist meine Funktion. Nicht mehr — und nicht weniger.

Schock
Auf der Rückfahrt aus Oberbayern überkommt mich das bizarre Gefühl, irgendwo dort draußen rufe mich ein bestimmter Ort. In der Nacht träume ich von einem alten evangelischen Pfarrhaus mit Weiher. Am nächsten Morgen finde ich das Inserat.

Nachricht
„Bist du noch bei Trost?“, schreit mein Ego. „Und heute ist Freitag, der 13.!!!!“ Ich schalte die Anzeige trotzdem. Zwanzig Minuten später habe ich eine Antwort.

Weiher
„Wünsch dir einen Traum“, flüstert meine Innere Stimme. Dass mich dieser Traum am nächsten Morgen zu dem Ort führen würde, den ich heute mein Zuhause nenne, ahnte ich nicht.

Der Meister
Ich folge einer schrägen Eingebung, werde gechannelt und nehme Abschied von meinem erleuchteten Tarot-Meister.

Tarot trifft KI
Seit fast vierzig Jahren lege ich Tarot. Ich dachte, ich wüsste, was die „VIII Stäbe“ bedeuten — bis Claude mich eines Besseren belehrte.